tuchfühlung ist das unabhängige, rein studentisch geführte Campus-Magazin der TU Chemnitz. » mehr erfahren

Zehn Fragen – Zehn Antworten: Vierkanttretlager im Vorabinterview

1.Wenn ihr auf einen Planeten fliegen könntet, für welchen würdet ihr euch entscheiden und warum?

Die Erde ist schon ganz gut, nur der Mensch macht es etwas ungemütlich. Wären wir keine Menschen und die Erde unbewohnt, wäre es aber sicher die erste Wahl. Als Kind wollte ich gerne der Mann im Mond sein. » weiterlesen

Zehn Fragen – Zehn Antworten: Adam Angst im Vorabinterview

1.Wenn ihr auf einen Planeten fliegen könntet, für welchen würdet ihr euch entscheiden und warum?

In unserem Sonnensystem gibt es eh keine Planeten, die mich reizen. Die sind ja alle schon – zumindest theoretisch – ausgecheckt und als lebensfeindlich identifiziert. Ich würde gerne einen Planeten finden und
besuchen können, auf dem sehr viel ältere Zivilisationen leben als die unsere: Wäre interessant, wie die ihre Probleme gelöst haben. » weiterlesen

Feel Festival – Das Berliner Newcomer Festival am Bergheider See

Nach dem großen Erfolg in den beiden Jahren zuvor geht das Feel Festvial in seine dritte Auflage und hat entlang des Bergheider Sees nahe Berlin eine neue Location gefunden. Dieses Jahr werden wir von der tuchfühlung live dabei sein und euch vom Berliner Newcomer Festival berichten.

Das Line-Up besticht mit einer Mischung aus rockigen Hochkarätern und elektronischen Beatmixmeistern. Mit dabei sind dieses Jahr unter anderem: die österreichische Amore-Band Wanda, die deutsche Hip-Hop Combo der Antilopen Gang, AnnenMayKantereit, der Berliner DJ Dirty Doering und Sascha Braemer.

Neben der Musik gibt es auch noch allerlei Kultur zu bestaunen. Der Fokus der dritten Feel-Edition liegt dabei auf Mittmachaktionen und Workshops, die für Abwechslung bei den Festivalgängern sorgen. Das Angebot fächert sich breit: Über Yoga und Meditation bis hin zur Konzentration auf der Slackline. Bei der gemeinsamen Radtour zum Festival oder beim Foodsharing sind die Besucher gefragt selbst aktiv zu werden. Abgerundet wird das Festivalprogramm mit Lesungen, Kinofilmen und installierten Kunstprojekten.

Ein gewachsenes Team, bestehend aus einer Mischung stadtbekannter bekannter Berliner Club- und Kunstmacher sowie noch jungen aufstrebenden Talenten, wird das Feel Festival auf sein nächstes Level heben und das neue Gelände mit der typischen Feel-Handschrift versehen. So etabliert sich gerade in Berlin ein neues, aufregendes Festival, von dem wir euch dieses Jahr einen ausführlichen Nachbericht liefern werden.

Auf den Geschmack gekommen?

Dieses Jahr sind die Drei-Tagestickets des Feel Festivals leider schon ausverkauft, doch tuchfühlung und Radio UniCC verlosen für euch 1×2 Tickets und bringen euch mit einem Freund/einer Freundin aufs Feel festival 2015.

Zur Verlosung

https://www.facebook.com/tuchfuehlung/posts/1017528844924858

Zusätzlich gibt es noch ein Sonntagsticket ab 16,00€. Ab Sonntag 9.00 Uhr darf dann bis in den Montag Abend im Sandstrand mit catz n dogz, Kollektiv Ost, Antilopen Gang, Dirty Doering, Slow Magic uvm. getanzt werden. http://feel-festival.de/tickets

Link zum Festival
http://feel-festival.de/

Trailer 2015

Aftermovie 2014

Autor: Antonin Fischer

Ich poste, also war ich – Oder wie ich ein altes Tagebuch wiederfand

Es ist Sonntagmorgen. Vor mir ausgebreitet auf dem Tisch: eine halbvolle Kaffeetasse (die dritte an diesem Morgen), Kekse als Nervennahrung und meine Zusammenfassung für die nächste Klausur. Eigentlich sollte ich lernen. Eigentlich…

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Stippvisite in Alcatraz

Wer so über den Campus schlendert, kann durchaus der Eindruck bekommen, dass er sich hier an einer modernen Uni befindet: die verglaste Fassade der Mensa, ein neues quietsch-fröhliches Hörsaalgebäude und ein space-iges Seminarraumschiff sprechen von der Mühe, Modernität ausstrahlen zu wollen. Wohin man jedoch nicht gucken sollte, ist das topografische Herz der Gesamtanlage, denn dort gewahrt man noch die modrigen Überreste der wohlbekannten „es-war-ja-nicht-alles-schlecht Demokratur“; das Wohnheim 51, alternativ auch unter „Alcatraz“ geläufig.

DER Hingucker auf dem Campus – „Hotel Alcatraz“

Alcatraz?, fragt man sich da. In der Tat ist es doch seltsam, dass das Herz des Chemnitzer Campus ein Gebäude bildet, das die Leute aus irgendwelchen Gründen an ein legendäres Gefängnis erinnert. Das verwundert umso mehr, da mittlerweile alle anderen Wohnheime der TU renoviert wurden. Doch bevor wir hier Sofortabriss oder Totalverhüllung á la Christo und Jeanne-Claude verlangen, schauen wir doch mal, ob es wirklich so schlimm ist.

Alcatraz zum Ersten

Leider unereichbar für die Postbotin – die Briefkästen im versiegelten Foyer

Das Erste was mir dann beim Besuch des Refugiums auffällt, sind die fehlenden Klingeln. Wie soll ich denn jetzt hier reinkommen? Der Ort wird somit zum ersten Mal seiner Bezeichnung gerecht, allerdings im

umgekehrten Sinne: hier wird nicht ein-, sondern ausgeschlossen. Neugieriges Warten ist jetzt angesagt. Dummerweise ist anscheinend gerade Vorlesungszeit und niemand geht ein oder aus oder kann mein Klopfen hören. Die Spannung steigt. Das Foyer sieht von außen erst mal ganz i.O. aus. Es scheint geputzt zu sein und die Briefkästen sind auch neu.

Einen Moment später kommt die Postbotin auf ihrem Elektrorad angesummt und hievt auch schon lächelnd ihre pralle Tasche die Treppen hinauf. „Hallo!,“ sage ich. „Tachschn,“ sächselt sie zurück und stellt sich neben mich. Es rattert in meinem Kopf. Warum steht die jetzt hier rum? Mein Blick schweift ins Foyer mit den Briefkästen. Dann wieder zu der Postbotin. Foyer-Postbotin-Briefkästen-Postbotin…?! Die Postbotin hat meinen Erkenntnisgang mit kaum verhohlenem Grinsen begleitet und sagt: „Ich warte immer so 5 Minuten, ob misch jemand reinlässt, dann leg‘ ich das Zeug neb’n de Tür. Irgendäner schafft’s dann scho rein.“ Alcatraz zum Zweiten: Keine Sachen dürfen nach innen gelangen.

Endlich drinnen

Bernsteinlaminat mit Fossilien aus der Honecker-Ära

Endlich kommt doch ein eiliger Inder und öffnet freundlich lächelnd die Tür. Wir schlüpfen rein und die Briefkästen klappern zufrieden beim Befüllt-werden. Ich schlürfe die dunklen Gänge entlang und seh‘ mich um. Beim Laminat hilft jedenfalls kein Dampfmop 2000 mehr, denn das ist offensichtlich noch original. Der Boden erinnert somit ans mystische Bernsteinzimmer, mit dem Unterschied, dass hier keine Fossilien eingeschlossen wurden, sondern der Dreck aus einem vergangenem System.

Weiter im Text: Es schaut so aus, als ob Küche und Bad jeweils in Gemeinschaftsräumen installiert sind – beim Duschen wird es also schon mal eng: Alcatraz zum Dritten. Doch zumindest die Küche entwickelt sich bei WGs regelmäßig zum Zentrum des Zusammenlebens. Gemeinsame Gaumenfreuden, Austausch über Neuigkeiten, Radio hören, ganz einfach ein Ort des Kommens und Gehens – eine Gemeinschaftsküche könnte daher ein toller Ort sein. Doch hier sieht man nichts davon. Alles blank, als ob hier eigentlich niemals etwas gemacht wird. Und bei genauerem Hinsehen weiß man auch warum: Es gibt hier weder Stühle noch Tische, das Waschbecken ist winzig und hat keine Ablage, auf den Zubereitungsflächen stehen Campingkocher Baujahr ’95 und von irgendwelchem Geschirr ist weit und breit nichts zu sehen; man muss also immer alles notwendige herschleppen. Also hier kocht gewiss niemand gern. Alcatraz zum Vierten: Gegessen wird in der Zelle!

Unerwartetes Wiedersehen

Seltsamerweise verbreitet sich im Gebäude dennoch Geruch á la Chicken Tikka. Ich vertraue einfach meiner Nase und schwebe hinaus auf den Flur, wie Jerry beim Geruch von Käse. Der Geruch kommt vom Ende des Flurs, doch hier sind alle Türen verschlossen. Etwas enttäuscht und unsicher, ob ich nicht einfach klopfen sollte, trotte ich den Gang wieder zurück und gucke hoffnungsvoll auf sich eventuell öffnende Türen. An einer klebt sogar ein Zettel: Arun Babu*, hmm. Wieder einmal steigt in mir das Gefühl auf, irgendwas nicht richtig zu checken. Der Name kam mir bekannt vor. Arun…?! War das nicht unser neues indisches Teammitglied?! Klopf,klopf – Stille. Ein paar Sekunden später Schritte, Entriegeln und die Tür öffnet sich. Er ist es und er kocht offensichtlich, denn duftender Dampf erfüllt sein Zimmer!

„Arun! What a surprise! Didn’t know you’re living here!“ – „Oh! Konstantin! Come in, come in! You want some Kurma?“ Einen Moment später schaufle ich die Köstlichkeit in mich rein und ganz wie schon beschrieben, kommt man beim gemeinsamen Mampfen sofort ins Gespräch. Und dabei stellt sich ein gemischtes Bild der Situation heraus. Das Zimmer sei groß und die Lage fantastisch, die Miete wäre extrem niedrig – alles Punkte, die für das Wohnheim sprächen.

Nichtsdestotrotz gibt es Sachen, die Arun extrem stören. Das fängt bei der inexistenten Klingel und den alten, Wasser sammelnden Fliesen im Bad an, geht über die maroden, zugigen Fenster und kulminiert in dem Fehlen von Gemeinschaftsgefühl. Später kommt Zhi*, Aruns chinesischer Freund, hinzu und stimmt in das Wehklagen ein. Jeder koche in seinem Zimmer, weil die Küche schlichtweg unpraktikabel sei. Dabei sind die Küchen sehr groß, wenn man den dunklen, sinnloserweise abgetrennten Vorraum dazu zählt.

Dieser Gemeinschaftsraum sieht aus als würde hier ein Einsiedler wohnen.

Es gäbe auch keine Gemeinschaftsräume, die diesen Namen verdienen, weil die vorhandenen durchweg abgeschlossen sind. Was nicht heißt, dass man sie nicht betreten kann, wenn man möchte, denn die Türen sind z.T. dermaßen demoliert, dass man einfach mal den Kopf reinstecken kann. Und was sieht man darin? Gerümpel, Dreck und Schimmel.

Andere Räume werden anscheinend von Gruppen benutzt, die sich nur kurz auf Deutsch mittels eines kleinen Schilds vorstellen. Das wirkt nicht sehr einladend und solche kryptischen Organisationen tragen dazu bei, den Einwohnern das Gefühl von Zweitklassigkeit im eigenen Heim zu vermitteln. Ähnlich wie bei Geheimorganisationen fühlt man sich unberechtigterweise ausgeschlossen und weiß nicht warum. Somit folgt; Alcatraz zum Fünften: Soziale Isolation.

Wo sind die Deutschen?

Doch das auffälligste an dem gesamten Wohnheim sei etwas ganz anderes: Hier wohnen kaum Deutsche. Für Arun und Zhi ist das eine paradoxe Situation, denn sie seien ja auch nach Deutschland gekommen, um hier Freundschaften mit Deutschen zu schließen und genau dieses Land kennenzulernen. Und am besten ginge das nun mal in einem Wohnheim mit Gemeinschaftsräumen und -küchen. Dass Deutsche hier nicht wohnen wollen, kommt den beiden angesichts der Umstände nicht seltsam vor; hierzulande sei man eben besseres gewöhnt. Doch zu all dem Verständnis tritt auch das Gefühl, an einem Ort zu wohnen, der im Vergleich zu allen anderen auf dem Campus einfach schlechter ist. Und hier sind wir beim letzten und kritischsten Teil des Konzepts „Alcatraz“ angelangt: Soziale Degradierung.

Mumifiziertes Weltbild

Es ist sehr widersprüchlich, dass eine Universität, die sich selbst Offenheit und Toleranz zuschreibt und aktiv um Studenten aus dem Ausland wirbt, gerade diesen scheinbar nur das heruntergekommenste Gebäude auf dem gesamten Campus zur Verfügung stellt. Ob das gewollt ist oder nicht spielt dabei keine Rolle, denn die ethnischen Verteilung in dem Wohnheim spricht eine klare Sprache. Dabei ließe sich das Wohnheim 51 problemlos in ein multikulturelles Zentrum auf dem Campus verwandeln. Durch praktikable Gemeinschaftsküchen und -räume oder durch offen um Fremdsprachige werbende Vereine im Gebäude, könnte hier etwas funktionieren, was ansonsten noch sehr mangelhaft auf dem Campus geschieht: Ein wahrer Austausch zwischen der großen Gaststudenten-Commnity und den eher zurückhaltenden Deutschen. Alcatraz ist jedoch ein isolierter Ort, dessen Zustand ins DDR-Museum gehört. Zumindest eine teilweise Renovierung ist hier also dringend notwendig.

*Name auf Wunsch des Anonymisierten geändert

(Konstantin Müller)

FLASHMOBS GEGEN WELTWEITE FOLTER AM 27.11.14

Stop-Folter-Aktionswoche in Sachsen: Die Hochschulgruppen der Universität Leipzig, TU Dresden und TU Chemnitz machen vom 24. bis 28. November auf die weltweit in vielen Ländern stattfindende Folter aufmerksam.

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Fußball. Fußball. Fußball.

Wird in diesen Tagen groß geschrieben. So auch bei drei Europastudentinnen der TU Chemnitz. Im Rahmen ihres Bachelorprojektes „Europas Frauen am Ball: Das „Phänomen” Frauenfußball in Deutschland und der Tschechischen Republik” dreht sich alles um das runde Leder. Der einzige Unterschied zur gefeierten WM dieser Tage: Es spielen Frauen. Diese finden sich mit „ihrem“ Sport oftmals im Schatten der männlichen Kollegen wieder. Sei es auf Grund des Gehaltes, der Förderung oder der gesellschaftlichen Anerkennung. An drei Tagen im Juli wird die Geschichte des Frauenfußballs erzählt, werden Vorurteile aufgedeckt, Informationen geteilt und vor allem: Fußball gespielt.

Den Beginn gestalten wissenschaftliche Vorträge. Vier ReferentInnen berichten über den Frauenfußball in Deutschland und der Tschechischen Republik, von einem historischen Blickwinkel über die aktuellen Strukturen auf Bundes- und Regionalebene bis hin zu den entstandenen Geschlechterrollen im Fußball. Diesen Input gibt es am 9. und 10. Juli, ab 14:30 Uhr im Zentralen Hörsaal- und Seminargebäude an der Reichenhainer Straße.

Am Samstag, 12.Juli, folgt der sportliche Höhepunkt der Veranstaltungsreihe. Das Freundschaftsspiel zwischen SK Slaný und Post SV Chemnitz gibt die Möglichkeit Frauenfußball hautnah zu erleben. Parallel findet der AFFI Cup zum nunmehr 10ten Male in Chemnitz statt. Hierbei finden sich (gemischte) Freizeitteams aus der Umgebung ein, um selbst auf dem grünen Rasen aktiv zu werden. Anstoß des Freundschaftsspiels der Frauenteams ist 14:30 Uhr. Für Verpflegung ist gesorgt, Infotafeln mit den Ergebnissen aus den Referaten stehen zum Lesen bereit und ab 19Uhr erfolgt ein musikalischer Abschluss des Ganzen. Freut euch auf einen hoffentlich sonnigen Fußballtag!
Weiterführende Informationen:

Analog auf Flyer oder Plakat. Im Netz: affichemnitz.blogsport.eu oder auf Facebook.

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